Brief nach Trennung schreiben

Wie schreibt man einen Abschiedsbrief bei einer Trennung? Das ist kein leichtes Unterfangen. Darum lesen Sie hier klare Vorschläge, die Sie 1:1 umsetzen können, wenn Sie einen Brief nach Trennung schreiben wollen.

Dem Partner zu sagen, dass man sich trennen möchte, ist nie eine leichte Aufgabe. Viele scheuen sich davor, aus Angst nicht die richtigen Worte zu finden oder weil sie die Reaktion des Partners fürchten. Gerade Männer können in solch einem Moment nur schwer mit einem Gefühlsausbruch einer Frau umgehen. Was liegt da also näher, als dem Partner einen Abschiedsbrief zu schreiben. Dieser hat den Vorteil, dass man sich genau überlegen kann, was man sagen möchte, ohne dabei dem anderen in die Augen sehen zu müssen. Aber auch Briefe schreiben will gelernt sein und es gilt hierbei einige Regeln nicht außer Acht zu lassen.

Wie möchten Sie den Brief an den Empfänger schicken?

Gleich zu Beginn müssen Sie sich die Frage stellen, in welcher Form der Brief den Empfänger erreichen soll. Noch vor 20 Jahren gab es da nicht so viele Möglichkeiten wie heutzutage, man nahm sich einen Bogen Papier und begann seine Gedanken zu notieren. Dieser Weg  ist auch heute noch der anständigste und suggeriert dem anderen, dass man ihn trotz allem noch als Menschen wertschätzt. Natürlich kann man auch den Weg der E-Mail nutzen; diese Form scheint mittlerweile fast Usus geworden zu sein. Ein absolutes No-Go hingegen stellt das Beenden der Beziehung via SMS dar. Dies ist zu unpersönlich und meist schreibt man in diesem Fall auch nicht all das auf, was man gern loswerden möchte. Eine SMS beschränkt sich meist auf wenige Zeilen und wenn man ehrlich ist, sollte einem die vergangene Beziehung und die gemeinsam verbrachte Zeit mehr wert sein.

Der letzte Kontakt

Bedenken Sie, dass dieser Brief vermutlich die letzte Kommunikation zwischen Ihnen beiden werden wird. Nehmen Sie sich deshalb ausreichend Zeit hierfür. Schreiben Sie einen groben Entwurf, um zu sehen, in welche Richtung Ihr Brief in etwa gehen soll. Meist sind es einige Entwürfe, ehe man sich sicher ist, dass man es genau so übermitteln möchte.

Die Kernaussage des Briefes sollte klar und unmissverständlich sein und an keiner Stelle in Zweifel gezogen werden. Vermeiden Sie liebende Worte, auch nicht, um Ihr Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen. Dies schürt letztendlich nur die Hoffnung beim anderen. Andererseits sollten Sie auch nicht verletzend werden. Gerade wenn man wütend ist, begeht man häufig den Fehler, dies auch zum Ausdruck zu bringen. Bewahren Sie unbedingt die Contenance. Man kann ja nie wissen, wie das Leben so spielt und wo oder in welcher Situation man mal wieder voreinander steht. Deshalb schreiben Sie keine Dinge, die Sie später mal bereuen könnten.

Ihr Fazit aus der Beziehung

Ziehen Sie ein Résumé Ihrer Beziehung und über die gemeinsam verbrachte Zeit. Wie kam es dazu, dass Ihre Beziehung in die Brüche ging. Hüten Sie sich aber davor, dem Partner die Alleinschuld in die Schuhe zu schieben. Dies wäre nicht fair. Meist tragen beide ihren Anteil an der Schuld, wenn es nicht mehr funktioniert. Die Gründe sind meist sehr vielfältig. Der Auslöser für die Trennung kann natürlich einem Partner zugeschrieben werden, aber auch hier gab es sicher eine Vorgeschichte. Sie können in diesem Brief ruhig direkt sein, denn es braucht nun keine falsche Zurückhaltung mehr. Schließlich gibt es nichts mehr zu verlieren. Direkt aber anständig und ehrlich. Ehrlich auch zu sich selbst.

Vermeiden Sie Rechtschreibfehler

Wenn Sie den Brief beendet haben, dann lassen Sie sich einen Moment Zeit. Oder Sie schlafen nochmal eine Nacht darüber. Dann erst sollten Sie ihn nochmal lesen, um eventuelle Fehler erkennen zu können. Dies gelingt einem nun meist besser, als unmittelbar nach dem Schreiben.  Ebenso lässt sich hierbei auch gut überprüfen, ob Sie relevante Dinge vergessen haben.

Denken Sie ebenfalls daran, dass Ihre Zeilen jederzeit Dritten zugänglich gemacht werden könnten. Schreiben Sie nichts, was Ihnen im Nachhinein peinlich sein könnte. Oder was noch viel schlimmer ist – nichts, was Ihnen Ärger einhandeln könnte. Nachdem Sie den Brief beendet haben, obliegt es nicht mehr Ihrer Verantwortung, was damit geschieht oder wer ihn noch zu lesen bekommt. Beenden Sie einen Abschiedsbrief stets so, wie Sie beim anderen in Erinnerung bleiben möchten.

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