Männer und Frauen leiden unterschiedlich bei Liebeskummer

Schlaflosigkeit, Depressionen, Appetitmangel: Liebeskummer kann heftige Gefühle hervorrufen. Dass Frauen mit dem Herzschmerz anders umgehen als Männer, erfahren Sie hier.

Stress in der Beziehung

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Liebeskummer trifft einen jeden Menschen einmal. Bildungsstand, Alter und Geschlecht spielen dabei keine Rolle. Viele Verlassene können nicht mehr essen, schlafen oder sich auf ihre Arbeit konzentrieren. Je nach Veranlagung kann der Herzschmerz auch körperliche Reaktionen wie Herz- oder Magenprobleme hervorbringen. In der Medizin ist das Phänomen auch als Broken-Heart-Syndrom bekannt. Hier erleiden die Patienten ähnliche Symptome wie bei einem Herzinfarkt. Das kann gefährlich werden.

Männer sind ungern allein

Das Broken-Heart-Syndrom kann beide Geschlechter betreffen. Denn sowohl Mann als auch Frau können unter dem Beziehungsaus leiden. Oft gehen die Geschlechter doch unterschiedlich mit dem Herzschmerz um: Männer sind ungern allein. Nach einer Trennung suchen sie sich schnell einen Ersatz für die Ex-Freundin. Außerdem sprechen sie mit anderen nicht gerne vom Beziehungsende. Es kann vorkommen, dass nicht einmal der beste Freund davon weiß. Liebeskummer ist für manche Männer ein Ausdruck von Schwäche. Deshalb vertrauen sie sich im Stillen eher einem Therapeuten an als Bekannten.

Frauen verhalten sich nach einer Trennung oft komplett anders: Sie suchen gerade das Gespräch mit Freunden und verhalten sich viel offener. Zuerst sprechen sie mit Freundinnen oder der Mutter über ihre Probleme. Häufig nehmen sie auch professionelle Hilfe in Anspruch. Frauen benötigen mehr Zeit als Männer, um die alte Beziehung zu verarbeiten. Das heißt, sie hängen dem Ex in der Regel länger nach und lassen sich nicht sofort auf etwas Neues ein.

Männer haben Angst vor Verpflichtungen

Wenn Frauen eine Beziehung beenden, kann es dafür viele Gründe geben. Männer verlassen ihre Partnerin hauptsächlich aus folgenden Gründen: Sie verlieben sich in eine andere Frau oder gehen mit dieser fremd. Ist die Phase der Verliebtheit überwunden, schrecken manche Herren auch davor zurück, echte Liebe zu entwickeln. Viele sind dazu nicht bereit, weil sie glauben, dass in der Beziehung etwas fehlt. Frauen zeigen sich hier etwas geduldiger. Sie geben nicht so schnell auf und akzeptieren, dass sich die großen Gefühle erst entwickeln müssen. Andere Männer haben einfach nur Angst Verpflichtungen eingehen zu müssen.

Generell kann man sagen, dass das männliche Geschlecht eine Trennung schneller verarbeitet. Sie lassen es zu, sich während der Beziehung bereits mit den Problemen auseinanderzusetzen. Frauen verschließen gerne einmal die Augen und vermeiden es, über ein Beziehungsaus nachzudenken. Egal ob Mann oder Frau, beide tun sich schwer eine Partnerschaft zu beenden. Und beide leiden darunter – nur anders. Deshalb ist an der These: ‚Liebeskummer – Frauen und Männer leiden unterschiedlich‘ durchaus etwas dran.

Quelle: Volksstimme.de