Dreiecksbeziehung

herz mit drei Personen in Dreiecksbeziehung.Zu Beginn einer jeder Beziehung scheint der Partner all das mitzubringen, was man sich wünscht. All die Vorstellungen, die man an eine funktionierende Partnerschaft hat, sieht man mit diesem Menschen im Einklang. Man hat die gleichen Zukunftspläne, im Bett läuft es hervorragend und auch gemeinsame Interessen sind vorhanden. Keiner von beiden hat demzufolge Bedenken, dass es irgendwann mal anders werden könnte, dass gar ein Dritter die Macht hat, sich in diese Partnerschaft zu drängen. Und das, obwohl jeder viele mahnende Gegenbeispiele kennt, aus der Familie oder dem Freundeskreis. Dies geschieht aber immer nur den anderen, denkt man dann häufig. Man kann es sich nun einfach machen und sagen, der Mensch ist nun mal nicht geschaffen, monogam zu leben, aber die Ursachen für eine sogenannte Dreiecksbeziehung liegen tiefer. Nicht immer sind es nur sexuelle Bedürfnisse, die dazu führen, dass ein dritter Partner ins Spiel kommt.

Was sind Parallelbeziehungen?

Sehen wir uns die verschiedenen Varianten einer Dreiecksbeziehung einmal genauer an. Die wahrscheinlichste ist immer noch die Klassische. Partner A und Partner B führen eine Beziehung, in welcher Partner A gleichzeitig noch eine Beziehung mit Partner C führt und Partner B darüber nicht informiert ist. Einige Paare entscheiden sich auch für eine offene Beziehung und so unterhalten Partner A und Partner B noch weitere Liebschaften. Diese sind fast immer sexueller Natur. Des Weiteren wäre da noch die Grundbeziehung von Partner A und Partner B, in welcher Partner A noch eine Beziehung zu Partner C unterhält und Partner B darüber im Bilde ist. Partner B toleriert demzufolge die Dreiecksbeziehung. Daraus erwächst nicht selten eine offene Dreiecksbeziehung. Eine besondere Herausforderung stellt folgendes Modell dar: Partner A führt mit Partner B und Partner C eine Beziehung und keiner der beiden weiß vom jeweils anderen. Man sieht, Dreiecksbeziehungen können sehr verschieden sein. So verschieden wie auch die Beweggründe für den einzelnen Menschen, diese einzugehen.

Liebeskummer durch Dreiecksbeziehung

In einer Dreiecksbeziehung ist Liebeskummer auf kurz oder lang immer vorprogrammiert, da mindestens einer der Partner hierbei emotional auf der Strecke bleibt. Was aber treibt Menschen dazu, sich auf dieses Wagnis einzulassen? Im Vordergrund stehen oft sexuelle Bedürfnisse, die in der Ursprungsbeziehung nicht mehr erfüllt werden. Es können aber auch emotionale Defizite vorherrschen und man sehnt sich nach mehr Nähe. Der dritte im Bunde teilt womöglich Interessen, für die der eigene Partner nie ein offenes Ohr hatte. Die Ursprungsbeziehung ist vielleicht schon längst auf der Strecke geblieben, man hat sich kaum noch etwas zu sagen, flüchtet sich in Arbeit und Hobbies, um sich aus dem Weg zu gehen und die Liebe ist schon vor Jahren ausgezogen. Dann hat es ein Außenstehender natürlich leicht, in diese Partnerschaft einzudringen.

Opfer und Täter bei Dreiecksverhältnissen

Von außen betrachtet ist der Betrogene natürlich das Opfer und die Täterrolle wird nur allzu leichtfertig dem zugeschrieben, der den anderen betrügt.  Da dies in der Gesellschaft so angesehen wird, wird Sie folgende Aussage vielleicht etwas überraschen. Der Fremdgeher ist nicht per se Schuld.  Er sucht lediglich nach dem, was ihm in seiner Partnerschaft fehlt oder abhanden gekommen ist. Nach Anerkennung, Leichtigkeit und Spaß am Leben. Der Betrogene sollte sich dies vor Augen führen und diese Situation auch als Chance werten. Auch er sollte sich fragen, was fehlt mir in unserer Beziehung und wie konnte es soweit kommen. Sie können sich zusammensetzen und ihre Partnerschaft Revue passieren lassen. Welche Fehler haben wir begangen und wo können wir ansetzen. Sollte Ihnen dieser Spagat gelingen und sind Sie bereit, auch verlorengegangenes Vertrauen wieder aufzubauen, dann war dieser Seitensprung sogar das Beste, was Ihnen passieren konnte.

Als Betrogener sollten Sie sich auch genau die Person ansehen, mit welcher Ihr Partner Sie hintergangen hat. Was hat diese Person, was ich nicht habe. Was hat sie meinem Partner gegeben, welche Sehnsüchte und Wünsche sah er oder sie bei dieser Person erfüllt. Das wird zweifelsfrei die schwierigste Aufgabe, denn es liegt in der Natur des Menschen hier mit Ablehnung zu reagieren. Man möchte sich nicht mit dieser Person beschäftigen, aber genau das sollten Sie tun.

Ist die Geliebte die Böse?

Der oder die Geliebte ist immer der oder die Böse. Auch hier macht man es sich zu einfach. Was sind das für Menschen die sich für einen anderweitig liierten Partner entscheiden? Entweder sind sie selbst in einer Partnerschaft und suchen sexuelle Abenteuer, ohne gleich ihre bestehende Beziehung aufgeben zu wollen oder sie entscheiden sich bewusst dafür, eine Bindung ohne Verpflichtungen einzugehen. Viele plagen sich womöglich unterbewusst mit einer Bindungsangst und finden die Erfüllung in dieser Leichtigkeit.

Dann gibt es noch diejenigen, die einfach nicht anders können und sich womöglich verliebt haben. Sie leben in der steten Hoffnung, dass der geliebte Mensch sich zu Ihnen bekennt und zu Hause die Koffer packt. Sie idealisieren den anderen geradezu. Sind Sie gerade an dieser Stelle, dann sollten Sie sich folgende Frage stellen: Wollen Sie das wirklich oder geschieht es Ihnen immer wieder, dass Sie sich Partner aussuchen, die nicht wirklich zu haben sind? Hier sollten Sie ansetzen und das eigene Verhalten bei der Partnersuche reflektieren. Was erwarten Sie von einer funktionierenden Partnerschaft, welche Eigenschaften sollte der zukünftige Partner mitbringen und wie können Sie sich aus der gegenwärtigen Situation lösen. Eines sollte Ihnen bewusst sein, in den wenigsten Fällen löst sich der geliebte Partner aus seiner Ursprungsbeziehung. Also, lieber eine Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Sind Sie der Betrüger oder die Betrügerin?

Sind Sie nun die Person, die den Partner betrügt, dann sollten auch Sie sich aus dieser Lage befreien. Dieses stetige Hin und Her laugt auf Dauer nur aus. Nicht nur Sie, sondern alle Beteiligten. Machen Sie reinen Tisch und stehen Sie zu dem, was Sie getan haben. Machen Sie sich frei von Schuld, denn diese habe Sie nur ganz begrenzt. Führen Sie Gespräche. Mit beiden Partnern. Bleibt nun noch die Frage, welcher der beiden der Richtige für sie ist. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, da jeder der beiden Ihnen etwas gegeben hat, was der andere nicht konnte. Auf der einen Seite stehen Abenteuer und Spaß, auf der anderen Seite stehen Vertrauen und ein gemeinsam verbrachtes Leben. Sie müssen nun vor allem eines lernen: auf eigene Wünsche und Bedürfnisse zu achten und diese auch anzusprechen. Sie sollten sich weiterentwickeln und schauen, welcher der beiden Partner bereit ist, diesen Weg mit Ihnen zu gehen. Vielleicht ist es ja keiner der beiden … das Leben überrascht einen eben immer wieder.

Dreiecksbeziehung beenden

Wenn Sie nun wirklich die Parallelbeziehung aufgeben wollen, aber nicht so recht wissen, wie Sie es anstellen sollen, Ihre Ehe zu retten, ist guter Rat nicht einfach. In Fällen, in denen der Versuch gestartet werden soll, die ursprüngliche Beziehung nochmal aufzumöbeln haben sich verschiedene Methoden bewährt, mittels derer Partnerschaften und Ehen gerettet werden konnten. Werfen Sie doch einmal einen Blick auf den Ratgeber Ehe retten. Vielleicht hilft er auch Ihnen, wie schon vielen Menschen vor Ihnen.